= System der geordneten Nachfolge und geteilten Herrschaft
- Diocletian (284) erhebt 286 Maximinian (286) zum Mitkaiser Augustus, 293 Constantius und Galerius zu untergeordneten Caesares
- Vorläufer in Kaiserzeit, neu: Aufteilung in Herrschaftsbereiche + Aufgaben
- Augusti als gleichberechtigte Inhaber der höchsten Regierungsgewalt
= Leitlinien, Gesetze, Krieg und Frieden
- Caesares (Unterkaiser) = Verwaltung, Grenzschutz,
Nachfolge als Augusti
Ziele der Tetrarchie:
- Stabilisierung der Kaiserherrschaft durch Einbezug potentieller Rivalen + geregelte Nachfolge
- Sicherung der Reichseinheit
- effektive Verwaltung des riesigen Reiches durch Machtteilung (vervierfachte militärische +
administrative Führung)
Revolutionärer Aspekt der Tetrachie
- Ausschaltung leiblicher Nachkommen
- freiwillige Abdankung der Augusti: nur 1mal vollzogen am 1.5.305
Zerfall nach Rücktritt von Diokletian und Maximian (305–313)
- Augusti: Galerius + Constantius Chlorus,
Caesares: Maximinus Daia + Severus
- Scheitern nach Tod Constantius Chlorus (306): Sohn Konstantin von Truppen zum Kaiser
- gleichzeitig Ursurpation Maxentius (Sohn Maximians) in Rom
- Machtkämpfe: Tetrarchie zerfällt in Bürgerkrieg und Konkurrenz.
Ende der Tetrarchie – Aufstieg Konstantins (312–324)
- Konstantin besiegt Maxentius: Schlacht an der Milvischen Brücke (312): Herrscher im Westen
- 324 Sieg im Osten über Licinius: Alleinherrscher des Reiches.
- Ende der Tetrarchie de facto =>Konstantin: Einbezug Söhne als Caesares bis 337 => später Mehrkaiserherrschaft