Reformen der Gracchen (133 und 123 v. Chr.) wegen Agrarkrise
- literar. Quellen: schwere Agrarkrise: Landkonzentrationen bei Elite verdrängen Klein-Bauern
(Kriegsabwesenheit), Verelendung und Rückgang freier Landbevölkerung
- Forschung kritisch: Strukturwandel in Landwirtschaft, Quellen übertreiben
- Gründe: Erweiterung Grossgrundbesitz, mehr Sklavenarbeit, Spezialisierung,
- Verlagerung Bauern in Städte, evtl. weitere Faktoren Bevölkerungswachstum, Erbteilung,
Kriegsunlust
Tiberius Sempronius Gracchus 133, Gesetze als Volkstribun
Neuverteilung ager publicus 132 v. Chr. zur Schaffung Höfe,
Machpolitik in Elite: Anhänger gewinnen, Gegner schwächen
Gaius Sempronius Gracchus 123+122, Gesetze als Volkstribun: Getreideversorgung (Festpreis),
Ritter in Geschworenengerichtshöfen (Macht Senatoren beschnitten, Ritterstand)
Folgen :
- Verfassung in Frage gestellt zur Durchsetzung des Gesetzes
- 133: Gesetz ohne Senat v. Volk beschlossen, Amtsenthebung Kollege, Wiederwahl/ erneute Kandidatur
- 121 v. Chr. Notstand verhängt senatus consultum ultimum
- Gewalt in der Politik
(Tumult durch politische Gegner + Morde, 3000 Anhänger)
- Aufbrechen des Konsens
Gracchen: Machtinteressen => Populare und Optimaten